Was lange als Randphänomen galt, ist heute digitaler Alltag: rechte Inhalte, Codes und Communitys sind auf TikTok, YouTube, in Gaming-Chats und Messenger-Gruppen präsent – und damit mitten in der Lebenswelt junger Menschen. Für pädagogische Fachkräfte bedeutet das: Rechte Online-Radikalisierung ist eine Realität, der sie in ihrer beruflichen Praxis zunehmend begegnen.
Doch wie kann erkannt werden, ob ein Jugendlicher rechte Inhalte bloß konsumiert – oder sich bereits stärker mit ihnen identifiziert? Welche Rolle spielen Algorithmen, Ironie und Szenesprache bei der Verbreitung rechter Ideologie? Und wie kann pädagogisches Handeln aussehen, das weder verharmlosend noch eskalierend wirkt?
In dieser Veranstaltung wird Grundlagenwissen zu rechter Online-Radikalisierung vermittelt: Wir schauen gemeinsam auf die Funktionslogiken sozialer Medien und diskutieren konkrete Handlungsmöglichkeiten für die pädagogische Praxis. Eigene Erfahrungen und Beobachtungen aus dem Berufsalltag sind ausdrücklich willkommen – sie helfen, das Thema greifbar zu machen und miteinander ins Gespräch zu kommen.