Herbst heißt: Herbst VV der NKJV, Konkretisierung der Jahresplanung für das kommende Jahr, natürlich aber auch: bunte Blätter, Abschied vom Sommer, Beginn der dunklen Jahreszeit, Veränderung als überall erlebtes Gefühl.
Medial haben viele von euch schon mitbekommen, dass große Veränderungen ihre Schatten voraus werfen. Die Entscheidung der Kirchenleitung ist zur Septembersynode kommuniziert worden, dass der Koppelsberg abgegeben wird. Eine Entscheidung, die nicht leichtfertig und unüberlegt getroffen worden ist, denn der Koppelsberg ist ein Ort mit besonderer Geschichte, ein Ort für junge Menschen und Musik über viele Jahrzehnte gewesen. In der gesamten Nordkirche finden Gebäudeprozesse statt, die an dieser Stelle auch uns betreffen und notwendig sind, um Ressourcen zu bündeln, weil wir eine Kirche für die Menschen und nicht für die Gebäude sind. Und das sind schmerzhafte Prozesse – in den Gemeinden, in den Kirchenkreisen, in der Landeskirche. Für die evangelische Jugend in der Nordkirche geht ein Symbolort verloren, der aber schon viele Jahre nicht der reelle Ort junger Menschen war. Denn die Nordkirche ist groß und in der Nordkirche gibt es verschiedene Heimathäfen der evangelischen Jugend, die unheimlich vielfältig strahlen.
Für uns als Junge Nordkirche war nach den Sommerferien klar, dass der Standort Koppelsberg/Plön perspektivisch Ende 2027/ Anfang 2028 nach Kiel verlegt wird. Das war eine Entscheidung, die unabhängig vom Verbleib des Koppelsberges bereits angestoßen wurde, um Büroflächen zu komprimieren. Zukünftig wird die Junge Nordkirche über lang oder kurz also in Kiel, Rostock und Hamburg sitzen.
Veränderung ist immer nicht leicht. Gewohntes zurückzulassen, sich zu verabschieden und aufzubrechen - ich glaube, das liegt nicht unbedingt in unserer Natur, zumindest empfinden das die meisten so. Und trotzdem ist es wichtig. Und es wird anders. Aber anders heißt eben nicht, dass es nicht richtig gut werden kann. Vielleicht fühlt es sich im Moment für Viele, die mit dem Koppelsberg sehr verbunden sind, ziemlich herbstlich an. Gott sei Dank wissen wir, dass auf die dunkle Jahreszeit immer wieder Licht folgt und dass bei Gott all unsere Gefühle sein dürfen.
Kommt gut durch den Herbst, durch die nassen und kalten, aber ebenso durch die sonnendurchfluteten, in wunderbaren Farben strahlenden Tage.
Eure Katharina Schunck