Von Flensburg aus segelten wir entlang der Flensburger Förde nach Gravenstein (DK), Sønderborg (DK) und Gelting-Mole (DE). Angeleitet von der vierköpfigen Crew lernten wir Segel zu setzten, eine Wende zu fahren, die Segel wieder einzuholen und ordentlich zu verpacken. Jeder und jede hatte seinen Posten, wusste was zu tun war und packte mit an. Aus zunächst Fremden wurde schnell eine Gemeinschaft, die sich aufeinander verlassen konnte.
Neben dem Segeln stand auch das Thema Klima im Mittelpunkt. An Board beschäftigten wir uns durch Spiele und Diskussionen mit Themen wie Klimawandel und dem Ökosystem Ostsee. Was bedeutet eigentlich der „ökologische Handabdruck“? Wie lässt sich das Überfischen der Ostsee verhindern? Mitten in den Einheiten hieß es immer wieder: „Bereit machen zur Wende“, das Programm musste warten, denn das Schiff und der Wind konnten es nicht.
Ein weiterer Schwerpunkt neben dem Segeln und dem Klima war der kulturelle Austausch. Wir erfuhren viel darüber, wie Pfadfinderarbeit in anderen Ländern aussieht und welche Herausforderungen dort gemeistert werden. Besonders die Mercy Scouts aus Uganda konnten viele ihrer Projekte vorstellen. Auch bei ihnen ist Klima und alles was damit zusammenhängt ein großes Thema in der lokalen und regionalen Arbeit - darunter Initiativen wie „Scouts for Safe Water“ und „The Panda Conservation Badge“. Ihre Ideen und ihr Engagement rund um Klima- und Umweltschutz waren für uns sehr inspirierend.
Natürlich war auch viel Raum für Unterhaltung, Gespräche und Gemeinschaft. Es wurde gemeinsam gekocht, gespielt, gesungen und gelacht. Wir konnten baden und nach dem Anlegen die Häfen erkunden - Highlight war hier natürlich Sønderborg als einzige „richtige“ Stadt auf unserer Route.
Doch auch die schönste Reise geht einmal zu Ende. Nach sechs spannenden und lehrreichen Tagen kehrten wir zurück nach Flensburg. Ein letztes Mal hieß es Segel einholen und verpacken. Danach musste noch das Deck geschrubbt werden - natürlich Hand in Hand. Nach getaner Arbeit hatten wir einen letzten gemeinsamen Abend voller Freude, Singen und Gemeinschaft, bevor es am nächsten Morgen Abschied nehmen hieß - vom Schiff, von der Crew und teilweise auch voneinander. Denn auch wenn ein Teil der Gruppe noch zu Jugendklimakonferenz nach Ratzeburg fuhr, mussten manche schon die Heimreise antreten.
Der Klimasail vom 27.09.-2.10.2025 war eine wundervolle Reise voller Begegnungen, Gesprächen, Erlebnissen und neuen Freundschaften, die uns noch lange begleiten werden.
Marit Oldenburg (REGP)