Liebe Leser*innen,
jedes Jahr aufs Neue ist der November für Viele ein schwerer Monat. Die Tage sind kurz, grau und oft dunkel. Das Ende des Kirchenjahres rückt in greifbare Nähe und damit auch das Bewusstwerden, dass das Leben endlich ist. Auch in diesem Jahr werden viele Menschen am Toten- oder Ewigkeitssonntag in die Kirchen gehen, werden die Namen derer hören, die sie im vergangenen Jahr verloren haben und gehen lassen mussten. Für einige ist der Abschied erst vor kurzem gewesen, andere kommen seit Jahren, auch wenn der Name ihres Verstorbenen schon vor langer Zeit verlesen wurde, um zu trauern.
Und dann leuchten da einzelne Lichter, die Kerzen für die Verstorbenen, ein kleines Lichtermeer für einen kurzen Moment.
In diesem Jahr ist der November auch in der Jungen Nordkirche ein dunkler Monat. Wir haben Abschied genommen von unserer Kollegin und langjährigen Mitarbeiterin Anja Barthen. Mit Anja haben wir eine Person verloren, die über viele Jahre Stütze unserer Arbeit war, durch viele Veränderungsprozesse hinweg. Sie war eine Ansprechpartnerin und Rückhalt, eine geschätzte Kollegin, die uns sehr fehlen wird.
Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie. Unser Licht, das wir am Ewigkeitssonntag anzünden, ist für Anja. Und zusammen mit vielen anderen Lichtern wird es für die Hoffnung stehen, dass am Ende mehr auf uns wartet, als wir jetzt sehen können.
Bleibt behütet,
Katharina