Gefühlt schon mittendrin.
Du. Und ich.
Im neuen Jahr, auf neuen Wegen, vielleicht auch altbekannten.
Zart gebremst im Eiseshauch – bei Minusgraden, Schnee und Eis.
Zeit ist relativ, vergeht im Flug, dann wieder in winterlicher Bedächtigkeit.
Ob gehetzt oder in Ruhe, ob zwischen Terminen im vollen Kalender oder im Erholungsmodus, ob mit viel Energie oder witterungsbedingter Erschöpfung, topfit oder mit Schnupfennase: Dein Jahr liegt vor dir, 11 Monate hat es noch, in denen viel passieren kann. In denen du die Richtung setzt und in denen du dich darauf verlassen kannst, dass da wer an deiner Seite ist, vielleicht nicht greifbar, vielleicht manchmal nicht spürbar, aber da, jemand, der menschgeworden sagte: „Ich bin bei euch alle Tage“.
Tank Kraft, so viel du kannst. Du wirst sie brauchen, für alles Schöne, aber auch für das Herausfordernde. Es ist dein Jahr, und egal, wie du gestartet bist, ob richtig gut oder eher wild, vielleicht sogar traurig – ich bin sicher: Da kommt noch was. Und wer weiß, vielleicht überrascht es dich.
Ich schau durch die Nacht, seh, wie die Liebe kurz verschnauft.
Auf der Bühne steht ein Stuhl, plötzlich setzt sie sich drauf.
Applaus brandet auf, sie war mal wieder hingefalln.
Jemand nahm sie an die Hand und hob sie wieder auf.
Es sind noch Tage übrig, komm und halt dich an mir fest. Wir fangen nochmal an, doch nicht von vorn, sondern ab jetzt.
(Ab jetzt, T: M. Lemme, M: J. Keßler; Monatslied Dezember 2021)